Frisch geputzt und trotzdem Schlieren, sobald die Sonne durchkommt? Wer Fenster streifenfrei putzen will, scheitert damit selten am Fensterputzer und fast immer am Wasser.
Der Kalk sitzt im Wasser selbst, nicht in der Technik des Putzens. Wer mit Leitungswasser arbeitet, zieht die Mineralien bei jedem Durchgang frisch auf die Scheibe — egal wie geschickt abgezogen wird. Ein sauberer Abzug beseitigt die Schlieren deshalb nur für den Moment.
Die Ursache
Woran es liegt
Leitungswasser ist in den meisten Stuttgarter Stadtteilen relativ hart, führt also gelöste Mineralien wie Kalzium und Magnesium mit sich. Solange das Wasser flüssig ist, sieht man davon nichts. Verdunstet es auf der Scheibe, bleiben die Mineralien als dünner weißlicher Film zurück — sichtbar vor allem bei direktem Sonnenlicht oder im Gegenlicht.
Bei hartem Wasser und viel Sonne reicht oft schon ein Tag, bis der Film wieder sichtbar ist.
- Hartes Wasser
- Wasser mit hohem Anteil an gelöstem Kalzium und Magnesium. In den meisten Stuttgarter Stadtteilen ist das der Normalfall.
- Osmosewasser
- Vollentsalztes Wasser, dem die gelösten Mineralien entzogen wurden. Es kann beim Trocknen nichts zurücklassen.
- Abziehen
- Das Abstreifen der Scheibe mit der Gummilippe. Mit Osmosewasser wird es fast unnötig — was bei großen Fronten und schwer erreichbaren Rahmen den Unterschied macht.
Die Lösung
Warum Osmosewasser das Problem löst
Wir arbeiten mit reinem Osmosewasser — vollentsalzt, ohne Kalk, ohne Mineralien. Weil im Wasser selbst nichts mehr zurückbleiben kann, trocknet die Scheibe ab, ohne einen Film zu hinterlassen.

Turnus
Wie oft sich eine Reinigung lohnt
Wie oft geputzt werden sollte, hängt weniger am Gebäude als an der Lage:
| Gebäude | Empfohlener Turnus | Warum |
|---|---|---|
| Schaufenster, stark genutzte Eingänge | wöchentlich bis monatlich | ständiger Handkontakt und Straßenschmutz |
| Wohn- und Bürogebäude | quartalsweise | gleichmäßige, langsame Verschmutzung |
| An stark befahrener Straße oder nahe einer Baustelle | häufiger als quartalsweise | Feinstaub und Baustaub setzen sich schneller ab als gewöhnlicher Straßenschmutz |
Häufig gefragt
Kurz beantwortet
Vier Rückfragen, die bei der Turnusreinigung größerer Glasflächen regelmäßig kommen.
Liegt es wirklich am Wasser und nicht am Personal?
Am Wasser. Leitungswasser führt gelöstes Kalzium und Magnesium mit sich; verdunstet es auf der Scheibe, bleiben die Mineralien als weißlicher Film zurück. Ein sauberer Abzug beseitigt die Schlieren nur für den Moment — die Ursache zieht jeder Durchgang neu auf das Glas.
Wie schnell sind die Schlieren nach einer Reinigung wieder da?
Bei hartem Wasser und viel Sonne reicht oft ein Tag, bis der Film im Gegenlicht wieder sichtbar wird. Genau daran erkennt man, dass es kein Reinigungs-, sondern ein Wasserproblem ist.
Was ändert entmineralisiertes Wasser an der Reinigung?
Es hinterlässt beim Trocknen keinen Rückstand, weil die Mineralien vorher herausgefiltert sind. Die Scheibe trocknet von selbst streifenfrei — ohne Abziehen, und damit auch in Höhen, in denen von Hand niemand nacharbeiten könnte.
Lohnt sich das auch für einzelne Fenster?
Der Aufwand rechnet sich vor allem über Fläche und Wiederholung — Treppenhäuser, Glasfassaden, wiederkehrende Turnusreinigungen. Bei einem einzelnen Fenster im Erdgeschoss ist der Unterschied kaum die Anfahrt wert.
